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Systemische Psychotherapie

Systemische Psychotherapie (Einzeltherapie, Paartherapie und Familientherapie) sieht den Menschen eingebettet in seinem sozialen Gefüge. Psychisches Leiden ist somit das Ergebnis von problemerzeugenden Strukturen (z. B. Krisen in der Paarbeziehung, belastetes Eltern-Kind-System, Konflikte im System am Arbeitsplatz). Das System, in dem ich lebe, hat Einfluss auf mich und mein Verhalten. Aber auch umgekehrt habe ich einen Einfluss auf das System. Ändere ich mein Verhalten, so wird dies auch Auswirkungen auf das System haben. Systemische Psychotherapie ermöglicht Ihnen, neue Sichtweisen!

Wir unterstützen Sie gerne!

Wir arbeiten zu unterschiedlichen Themenstellungen, wie beispielsweise:

  • Angst, Panikattacken

  • Psychosomatische Beschwerden

  • Konflikte am Arbeitsplatz

  • Burnout, Depression, Sinnkrise

  • Familienprobleme

  • Paarkonflikte

  • Kinderwunsch

  • ADHS

  • Sozialphobie und Paruresis

  • Essstörungen

  • Lernblockaden, Prüfungsängste

Da wir individuelle Arbeitsschwerpunkte haben, informieren Sie sich bitte unter Team.

 

 

Häufige Fragen

Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?

Eine Psychotherapie ist dann sinnvoll, wenn Sie einen Leidensdruck verspüren und etwas in Ihrem Leben ändern wollen.

Häufige Problemstellungen (Quelle: ÖBVP – Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie):

  • Ich fühle mit antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.

  • Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben

  • Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.

  • Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z.B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln,…), obwohl dies mein Leben sehr einengt.

  • Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z.B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle,…), die schwer zu bewältigen ist.

  • Ich bin traurig und vereinsamt.

  • Ich sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.

 

Wie oft finden die Sitzungen statt?

Die übliche Sitzungsfrequenz beträgt wöchentlich bis dreiwöchentlich – je nach Auftrag und Thema. In Krisen oder am Beginn der Therapie kann auch eine wöchentliche Frequenz empfehlenswert sein.

 

Wie lange dauert die Therapie?

Eine Psychotherapie orientiert sich an den Anliegen und Zielen der Klient/innen, da sie die Experten/innen für ihr Leben sind. Die Dauer der Therapie korreliert daher mit der Themenstellung und den Zielvorstellungen der Klienten/innen. In vielen Fällen verläuft die Therapie in einem Zeitraum von einer paar Sitzungen und Sitzungen über ein Jahr.

 

Unterliegt die Therapie der Verschwiegenheit?

Alles Gesagte und alle Aufzeichnungen unterliegen der strengen psychotherapeutischen Verschwiegenheitspflicht. Der Psychotherapeut sowie seine Hilfspersonen sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet (§ 15, Österreichisches Psychotherapiegesetz).

 

Welche psychotherapeutische Methode ist für mein Problem geeignet?

In Österreich gibt es eine Vielfalt gesetzlich anerkannter Psychotherapierichtungen. Manche haben den Fokus in der Kindheit, manche arbeiten körperorientiert. Systemische Psychotherapeut/innen konzentrieren sich auf die Interaktionen von Menschen und den Systemen, in denen Menschen leben. Es kann nicht generell gesagt werden, dass eine bestimmte Therapieschule für ein bestimmtes Problem zuständig ist. Eine Psychotherapie ist dann möglich, wenn sich der/die Klient/in verstanden und wertgeschätzt fühlt, sodass er/sie genug Vertrauen empfindet, um über Probleme sprechen zu können.

 

Wie lange dauert das Erstgespräch und wie viel kostet es?

In der systemischen Therapie stellt bereits das Erstgespräch eine wichtige Basis dar, welches in der Regel über ein bloßes Kennenlerngespräch hinausgeht. Das Erstgespräch dauert zwischen ein bis zwei Therapieeinheiten – je nachdem, was im Voraus vereinbart wurde oder während dem Erstgespräch vereinbart wird. Bei Paar- und Familientherapien ist erfahrungsgemäß ein Doppeleinheit  sinnvoll, damit beide Partner ausgewogen umfangreich zu Wort kommen können (den Ablauf eines Erstgespräches  finden Sie unten).

Das Erstgespräch

Wie verläuft ein Erstgespräch?

In einem Erstgespräch geht es in erster Linie darum, herausfinden, ob Sie sich bei dem/der Therapeuten/in wohl fühlen und Sie sich vorstellen können, mit ihm/ihr eine Therapie zu beginnen. Für den Erfolg einer Therapie ist es ganz entscheidend, dass die Beziehungsebene zwischen Ihnen und dem/der Therapeut/in gut passt. Studien, die sich mit der Wirkung von Psychotherapie beschäftigten, kamen zu dem Ergebnis, dass für den Erfolg einer Therapie primär die Beziehung und sekundär die Methode entscheidend ist.

Die erste Stunde bietet Ihnen Raum, darüber zu sprechen, woran Sie leiden und weshalb Sie in Psychotherapie gehen möchten. Es ist für uns entscheidend, dass Sie Ihr Anliegen, Ihr Therapieziel, selbst formulieren, da Sie der/die Experte/in für Ihr Leben sind. Nicht immer fällt es leicht, das Anliegen klar zu formulieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass hinter einem geschilderten Problem in machen Fällen ein weiteres Anliegen stehen kann. Eine der Aufgaben des/der systemischen Therapeuten/in ist es dabei, situationsabhängig genauer nachzufragen und Sie dabei zu unterstützen, Ihr Therapieziel so „messbar“ wie möglich zu formulieren. Eine mögliche Frage kann dabei lauten: „Woran werden Sie erkennen, dass die Therapie abgeschlossen sein wird?“

Als Psychotherapeut/in unterstützen wir Sie dabei, neue Perspektiven einzunehmen, weitere Verhaltensmöglichkeiten zu erleben und mit Ihnen gemeinsam für Sie passende Lösungen oder Erleichterungen zu finden. Wir geben Ihnen nicht vor, welche Themen zu bearbeiten sind und wir beginnen die Therapie nicht mit Ihrer Kindheit – es sei denn, es stellt sich im Erstgespräch heraus, dass wahrscheinlich Themen der Kindheit einen größeren Einfluss auf Ihren derzeitigen Leidensdrucks haben könnten.

Im Laufe des Gesprächs wird der/die Psychtherapeut/in immer wieder Fragen stellen, damit er/sie sich ein Bild von Ihrer derzeitigen Lebenssituation entwerfen kann. Als systemische/r Therapeut/in fragen wir auch nach Ihrem Beziehungssystem (Familie, Partner etc.). Wir sind der Annahme, dass Systeme Probleme erzeugen können. Verhaltensänderung von Ihnen kann auch das Verhalten der anderen beeinflussen.

Das Honorar des Erstgesprächs ist gleich hoch wie das Honorar der Folgestunden. Sie finden unser gegenwärtiges Honorar auf der jeweiligen Therapeutenseite. Weiters wird im Erstkontakt (Telefonat oder Mail) auch über das Setting gesprochen (kommen Sie alleine oder mit Ihrem Partner, Ihrer Familie etc.).

Im Erstgespräch werden ebenso ein paar organisatorische Fragen geklärt:

  • Die geplante Sitzungsdauer – eine Einheit (50 Min) oder eine Doppeleinheit

  • Die Frequenz: wöchentlich, 14-tägig oder in unregelmäßigen oder längere Abstände

  • Das Setting (Einzeltherapie, Paartherapie, Familientherapie, eventuell die Einladung von Gästen etc.)

  • Die Absageregelung (48 Stunden vor einer Therapie können Sie die Stunde kostenlos und ohne Angabe von Gründen absagen)

  • Ihre Rechte als Klient/in, wie z.B. das Recht auf Verschwiegenheit oder das Recht auf freie Psychotherapeuten/innenwahl

Literaturempfehlungen

Ein kleiner Auszug an Literaturempfehlungen:

DE SHAZER, Steve: Der Dreh: Überraschende Wendungen und Lösungen in der Kurzzeittherapie Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 2010, 11. Auflage.

GRÖNE, Margret: Wie lasse ich meine Bulimie verhungern?: Ein systemischer Ansatz zur Beschreibung und Behandlung der Bulimie, Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 2007, 5 Auflage.

Mall, Ram Adhar/Peikert, Damian: Philosophie als Therapie. Eine interkulturelle Perspektive. Freiburg/München: Karl Alber Veralg, 2017.

NARDONE, Giorgio: Systemische Kurztherapie bei Ess-Störungen: Einführung und Fallstudien. Verlag: Huber, 2003.

SATIR, Virginia: Selbstwert und Kommunikation. Familientherapie für Berater und zur Selbsthilfe (Leben Lernen 18). Stuttgart: Klett Cotta Verlag, 2002.

WATZLAWICK, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein. München: Piper Verlag, 2007, 5 Auflage.

Kinder/Familie:

HÜTHER, Gerald/BONNEY, Helmut: Neues vom Zappelphilipp: ADS verstehen, vorbeugen und behandeln (Beltz Taschenbuch / Ratgeber). Weinheim: Beltz Verlag, 2012.

Myla und Jon Kabat-Zinn: Mit Kindern wachsen. Freiburg: Arbor Verlag, 2015.

WILK, Daniel: Ein Käfer schaukelt auf einem Blatt. Entspannungs- und Wohlfühlgeschichten für Kinder jeden Alters. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 2013.

WHITE, Michael/EPSTON, David: Die Zähmung der Monster: Der narrative Ansatz in der Familientherapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 2009, 6 Auflage.

Entspannung:

Kabat-Zinn, Jon: Gesund durch Meditation. Knaur Verlag, 2013 (©1990/2013 by Jon Kabat Zinn).

Reddemann, Luise/Wetzel, Sylvia: Der Weg entsteht unter deinen Füßen. Achtsamkeit und Mitgefühl in Übergängen und Lebenskrisen. Freiburg: Kreuz Verlag, 2014, 5. Auflage.

Thich Nhat Hanh: Das Wunder der Achtsamkeit. Bielefeld: Theseus Verlag, 2009 (©1975 by Thich Nhat Hanh).